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Naturfasern

Was Baumwolle und Brennnesseln gemeinsam haben

Agave ist ein Lieferant von Naturfasern: SisalEigentlich enthalten alle Pflanzen Fasern. Pflanzen brauchen Fasern als Stützgerüst. Nur durch die Verstärkung mit Fasern können dünne Grashalme oder riesige Bäume aufrecht wachsen und Stürmen widerstehen. Aus den Stängeln von Pflanzen werden Fasern gewonnen. Aus Brennneseln zum Beispiel entsteht Nesselstoff. Aus Lein macht man Leintücher und Leinwand für Gemälde.
Ohne pflanzliche Fasern gäbe es auch keine Blätter, besonders keine so großen wie bei Bananen oder bei Agaven (Bild rechts). Aus Agavenblättern wird Sisal gemacht, der zu Seilen und Teppichen verarbeitet wird. Bananenblätter ergeben den Manilahanf für Schiffstaue und Fischernetze.
Manche Fasern von Samen sorgen - wie bei Baumwolle - dafür, dass die Pflanze weit verbreitet werden: Kokosnüsse können Dank einer Faserhülle wochenlang über den Ozean schwimmen.

Vegane Daunen?

Menschen konnten schon vor Jahrtausenden Fasern gewinnen und damit Fäden, Stoffe, Segel und Kleidung herstellen. Unsere europäischen Ahnen hatten ausgeklügelte Technologien für die Fasererzeugung. Weltweit gibt es sehr viele Pflanzen, die bis heute zum Flechten, Weben und Spinnen verwendet werden. Pflanzenfasern bieten auch vegane Alternativen zu typisch tierischen Produkten.
Besonders lustig ist der Seidenwollbaum. Aus großen Kapseln (Bilder unten) quillt eine seidig glänzende "Baum-Wolle". Man nennt diese Naturfaser Kapok. Sie ist federleicht und wasserabweisend. Die Faser des Seidenwollbaumes schwimmt wie Vogelfedern.
Kapok verwendet man zum Füllen von Bettdecken und Kopfkissen aber auch von Schwimmwesten und Rettungsringen. Mehr zu Kapok...

Kapokbaum mit unreifen KapselnKapokbaum mit reifen KapselnKapokkapselKapokkapsel
Bilder: Kapok bzw. der Seidenwollbaum: unreife und reife Früchte

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