Start Baumwoll-Seite

Wolle

Haare von Schaf, Ziege und Kaninchen

Tiroler BergschafWolle beziehungsweise Schurwolle ist die Bezeichnung für die Haare vom Schaf. Schafe werden zur Gewinnung ihrer Wolle nicht getötet. Sie werden mit Scheren von Hand oder maschinell geschoren, jedes Jahr auf's Neue. Das Wollkleid wächst wieder nach. Neben Schafen mit ihrer gekräuselten Wolle gibt es viele andere Tierarten mit mehr oder weniger flauschigen, teilweise sehr feinen Haaren wie das Alpaka, das Lama und das Yak. Diese Tiere leben in Hochgebirgen. Es ist ihr Flaumhaar, das sie in Regionen mit starken Temperaturschwankungen gut isoliert, nachts wärmt und tags vor Hitze schützt. Zur Gewinnung kämmen ihre Besitzer den lebenden Tieren dieses Flaumhaar aus dem Fell aus. MohairAuch Kaschmir für besonders weiche Pullover und Mohair (Bild rechts) für Strick mit Langhaar-Optik stammen von extra zur Wollgewinnung gehaltenen Ziegen. Wärmende Wolle, zum Beispiel für Unterwäsche, hat auch das Angorakaninchen. Seine langen Haare werden ebenfalls geschoren und zwar mehrfach pro Jahr.


Wolli

Spinnen und Filzen

Aus gekräuselten Wollhaaren kann mit einem Spinnrad ein gleichmäßiger und unendlich langer Wollfaden gesponnen werden (Bild rechts). Spinnen mit dem SpinnradBeim Spinnen werden die dünnen Wollfasern an- und ineinander verdreht. Zusammen sind sie viel dicker und stabiler als einzeln. Die fertige Wolle wird dann zum Stricken verwendet.
Aus Wollfasern kann man auch Filz herstellen, etwa für Hüte und Pantoffeln. Filz entsteht beim Kneten und Reiben von Wolle mit heißem Wasser.
Filzhüte und Wollpullover sind zwar nicht wasserdicht aber regenabweisend. Wollsocken und Wollunterwäsche können viel Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen, völlig anders als Wäsche aus Baumwolle. Deswegen ist Wolle ideal bei schlechtem Wetter und Kälte. Weil sie obendrein sehr dehnbar und elastisch ist, eignen sich Wollsachen auch beim Sport.

Stricken und Häkeln