Baumwolle & Umweltprobleme
Bewässerung und Wassermangel

Baumwolle stammt aus den Tropen, wo es viel regnet. Die Pflanze braucht viel Sonne und viel Wasser. Wenn man die flauschige Baumwolle ernten will, ist Regen jedoch schlecht. Die weiße Watte saugt sich voll Wasser und verfault. Deswegen wird Baumwolle in Trockengebieten angebaut und künstlich bewässert. Dort ist Wasser allerdings knapp. Keine andere Nutzpflanze ist so durstig wie Baumwolle.
Der Aralsee
Das Wasser aus dem Aralsee zwischen Usbekistan und Kasachstan (Bild oben) wurde 50 Jahre lang zum Bewässern riesiger Baumwollfelder verwendet.
Bodenversalzung

Versalzung ist ein Problem, wenn es dauerhaft trocken ist, sehr wenig regnet und wenn in der Landwirtschaft bewässert wird. Dann verdunstet sehr viel Wasser durch die Sonne. Im Wasser von Seen und Flüssen sind Mineralstoffe enthalten. Wenn dieses Wasser zum Bewässern verwendet wird, gelangen auch die Mineralstoffe in den Boden. Nicht alle Mineralstoffe kann die Pflanze nutzen. Wenn nur Wasser verdunstet und keines versickert und ins Grundwasser gelangt, dann reichern sich diese überschüssigen Mineralstoffe im Boden an. Im Lauf der Jahre bildet sich eine Salzkruste (Foto rechts). In solchen versalzenen Böden können die meisten Nutzpflanzen nicht mehr wachsen. Das kann überall auf der Erde in regenarmen Gebieten passieren.
Der Anbau der Baumwolle für ein einzige Baumwoll-T-Shirt verschlingt übrigens bis zu 2000 Liter Wasser - 10 Badewannen voll.